Sofortprogramme
an der Ostsee zeigen Erfolge
Der Grund für die allgemein er-
freulichen Ergebnisse liegt zum großen Teil an der Verbesser-
ung der Abwasserentsorgung. Wegen der Algenmassen-
entwicklung in Nord- und Ostsee Ende der 80er-Jahre wurde damals umgehend
rea-
giert. Das Phosphor-Sofort- programm sowie das Dringlich- keitsprogramm
zur Entlastung der Nord- und Ostsee von Nährstoffen aus Abwasserein-
leitungen stellten Weichen für eine Verringerung der Schad- stoffzufuhr.
Diese Bemühungen tragen jetzt Früchte.
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Trotzdem ist die
Ostseee ihr Algenproblem noch nicht los. Ende Juli (99) meldete das
Algenfrüherkennungssystem Schleswig-Holstein z. B. Blau- algen
in der Ostsee. Betroffen waren Heiligenhafen,Fehmarn- sund, der Abschnitt
zwischen Großenbrode und Dahme sowie die äußere Lübecker
Bucht. Dr. Knut Eichstädt von Hydra rät allen Urlaubern:
"Warnschilder unbedingt beachten. Und bei weißbräun- lichen
fleckigen Trübungen des Wassers besser nicht baden."
Düngemittel aus der Landwirt- schaft lösen auch an der Mecklenburgischen
Seenplatte hin und wieder Algenwachs-
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tum aus - und trüben so
das Badevergnügen. Ansonsten ist die Wasserqualität hier
überwiegend gut bis sehr gut. Zu zeitweiligen hygienischen Belastungen
kam es 1999 an zehn Stellen: Aber Badeverbote wurden keine verhängt.
Am Ostdorfer See bei Kaspelswerden z.B. reagierten die Behörden
trotz bestätigter Grenzwertüberschreitungen überhaupt
nicht. Es wurde einfach so lange gewartet, bis eine Kontrolluntersuchung
ohne Befund vorlag. Begründet hat man das Ganze mit Personalmangel.
Eine Nachlässigkeit, die auf Kosten des Verbrauchers geht... |